NETZWERKE

Das Netzwerk Straffälligenhilfe wurde Anfang 2007 auf Initiative des Sozialdienstes der JVA Dresden und des Vereins für soziale Rechtspflege Dresden e.V. gegründet.

Ziel des Gremiums ist es, einen regelmäßigen Austausch über Erfahrungen, Veränderungen und Fachstandards in der Arbeit mit straffällig gewordenen Menschen in Dresden zu gewährleisten und zu nachhaltigen Verbesserungen in den Bereichen der Haftentlassung und der Wiedereingliederung beizutragen. Ein Schwerpunkt ist es, Informationen bezüglich der Themen Inhaftierung, Entlassungsvorbereitung und Wiedereingliederung transparent und aktuell für Hilfesuchende und Unterstützende zur Verfügung zu stellen.

Veränderungen in der Sozialgesetzgebung und den Sozialleistungen, auf dem Wohnungsmarkt und in vielen anderen relevanten Bereichen stellen für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Daher sollen insbesondere vorhandene Wiedereingliederungsangebote weiterentwickelt und untereinander abgestimmt werden, damit straffällig gewordene Menschen auch in Zukunft eine reale und faire Chance auf Integration haben.

Im Netzwerk sind soziale Träger, Ämter und Behörden, sowie verschiedene relevante Dienstleistungsunternehmen vertreten:

  • Arbeit und Lernen Dresden e.V.
  • Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Dresden e.V.
  • Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden e.V. – Wohnungslosenhilfe
  • DREWAG Dresden (Energieversorgung)
  • Hammer Weg e.V.
  • Institut für sozialtherapeutische Nachsorge und Resozialisierungsforschung (Isona) e.V.
  • Jobcenter Dresden
  • JVA-Dresden – Sozialdienst
  • Landgericht Dresden – Sozialer Dienst der Justiz
  • Stadt Dresden – Sozialamt
  • Stadt Dresden – Jugendgerichtshilfe
  • Suchtzentrum Leipzig gGmbH – Wohnungslosenhilfe
  • Thomas Wolter GmbH Soziale Dienstleistungen – Wohnungslosenhilfe
  • VONOVIA Dresden (Wohnungsunternehmen)
  • Verein für soziale Rechtspflege Dresden e.V.

Die Anlauf- und Beratungsstelle unterstützt straffällige Menschen und ihre Angehörigen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Situation von Kindern, deren Eltern sich in Haft befinden. Der Umgang mit diesem Thema ist für Angehörige oftmals nicht einfach. Die Inhaftierung der Mutter oder des Vaters wird aus Unsicherheit und zum „Schutz“ des Kindes oft verschwiegen. Die plötzliche Abwesenheit eines Elternteils und die Ungewissheit um deren Situation ist für Kinder eine Belastung. Unsere Beratungsstelle stärkt Angehörige im Umgang mit diesem Thema. Wir beraten Ratsuchende und helfen ihnen dabei die richtige Unterstützung für ihre Kinder zu finden. Dazu sind wir im Netzwerk ZEBRA organisiert. Das Netzwerk arbeitet eng mit Angehörigenbeauftragten und Sozialdienst der Justizvollzugsanstalt Dresden, der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Bewährungshilfe, Rechtsanwälten, Schulsozialarbeit, Jugendamt, Erziehungsberatungsstellen und weiteren freien Trägern zusammen. Diese Plattform bietet die Möglichkeit des Austauschs und der Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist eine unterstützende Struktur für Rat suchende Eltern, Angehörige und alle Interessierten zum Thema Kinder inhaftierter Eltern.

Anstaltsbeirat der JVA Dresden

Anliegen des Vollzugs

AKAM (Arbeitskreis ambulanter Maßnahmen im Auftrag der Jugendgerichtshilfe)

Austausch aller Träger der JGH über Neuerungen/ Entwicklungen

Qualitätszirkel der Betreuungsweisungen und Arbeitsgruppe Entlassungsbegleitung

Austausch aller Beteiligten über inhaltliche sowie strukturelle Themen der Entlassungsbegleitung und Betreuungsweisungen

Netzwerk Straffälligenhilfe

Austausch über Themen, die Straffällige betreffen (Wohnungssuche/ Jobcenter/ Sucht)

Netzwerk Grundsicherung und Menschenwürde

Austausch über Themen, die die finanzielle Grundsicherung betreffen (ALG I/II, Sozialhilfe, Erstausstattung, Bildungspaket)

Arbeitsgemeinschaft Sozialpädagogische Interventionen

Austausch aller Leistungsträger der SPI (insbesondere Rückmeldungen des Sozialamtes + Übergangswohnheime)

Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosigkeit

Austausch mit Trägern (inklusive Einbezug von Stadträten) auf politischer Ebene, um gemeinsam Entwicklungen aufzuzeigen und Forderungen geltend zu machen

Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfälle

Planung von Konzepten der Wohnungslosenhilfe (Raum für Kritik)

Arbeitsgemeinschaft Verwandtschaftstrat

Ausbau und zukünftige Entwicklungen von Verwandtschaftsräten

ZEBRA Runder Tisch

Austausch der Institutionen mit Fokus auf Kinder mit straffälligen Angehörigen

Stadtteilrunde

Vernetzung im Stadtteil: Informationsaustausch, Weiterbildung, Aktionen, Kooperationsabsprachen

Regionalgruppe TOA

Fallbesprechungen, Informationsaustausch, Themen der Psychohygiene

Landesarbeitsgemeinschaft TOA

Sachsenweiter Informationsaustausch zum TOA, Lobbyarbeit, thematische Arbeit

Regionalgruppe Mediation

Austausch zur Mediation in Dresden, Fallbesprechungen

Sächsischer Landesverband für soziale Rechtspflege e. V.

Austausch landesweiter Trägerschaften zu Themen der Vertretung der Interessen Geschädigter